Sie lesen gerade
Was Katzen wirklich wollen: Richtiges Streicheln will gelernt sein
[vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_widget_sidebar sidebar_id=“custom_widget_sponsor_kopfzeile“][/vc_column][/vc_row]

Was Katzen wirklich wollen: Richtiges Streicheln will gelernt sein

  • Die Samtpfoten sind für ihr eigenwilliges Verhalten bekannt – auch wenn es ums Kuscheln geht. Blitzschnell kann das Verhalten der Tiere umschlagen. Eine Expertin verrät, was die Stubentiger von ihren Menschen erwarten.
Katze wird gekuschelt

Wird sie genussvoll schnurren oder doch wieder kratzen, beißen und schlagen? Eine Katze zu streicheln mag sich einfach anhören. Doch die Reaktionen vieler Samtpfoten auf liebevoll gemeinte Streicheleinheiten können so vielfältig sein wie ihr Charakter. Sie an der falschen Stelle, zu fest oder gar zu schnell zu streicheln, kann manche Katze so aufregen, dass sie beißen oder kratzen kann. Katzenexpertin Birgit Rödder, Tierverhaltenstherapeutin und Autorin zahlreicher Fachbücher, weiß, wie man richtig streichelt und die Signale der Katze genau deutet. Denn nicht immer ist Streicheln erwünscht.

Signale der Katze verstehen

Wichtig ist, dass die Katze selbst die Erlaubnis für Streicheleinheiten gibt.

«Generell ist es sinnvoll, die Reaktionen der Katze schon auf Annäherung und Körperkontakt, aber auch während des Streichelns zu beachten: Weicht sie der Hand aus, signalisiert sie Desinteresse. Schnurrt sie beim Streicheln und beginnt mit dem Treteln, den für Katzen typischen, rhythmischen Tretbewegungen, ist Liebkosung ausdrücklich erwünscht»,

erklärt die Expertin.

Ist die Katze gerade nicht in Stimmung für eine Runde Kuscheln, sollte das respektiert werden. Wenn man sich über ihre Wünsche hinwegsetzt, reagiert sie oft mit Kratzen oder sogar Beißen. «Nur wenige Katzen lassen sich immer streicheln, wenn der Mensch es möchte, viele wehren sich, wenn sie ihm nicht entkommen können», erklärt Rödder.

Katzogene Zonen

Forscher haben festgestellt, dass Samtpfoten «katzogene Zonen» haben, also Stellen, an denen Liebkosungen besonders gewünscht sind. «Streicheln und auch Kraulen von Stirn, Scheitel, Nacken und Hals, aber auch Kinn und Kehle – dort natürlich sehr sanft – stehen fast alle Katzen äußerst wohlwollend gegenüber», weiß Rödder. „Viele lieben es auch, wenn man ihre Ohren vorsichtig massiert», ergänzt die Katzenexpertin.

Tabuzonen

Beim Kuscheln müssen Besitzer einiges beachten: Pfoten und Bauch sind bei vielen Katzen tabu. (Foto: Shutterstock)
Beim Kuscheln müssen Besitzer einiges beachten: Pfoten und Bauch sind bei vielen Katzen tabu. (Foto: Shutterstock)

Genauso haben viele Katzen aber auch Tabuzonen, an denen sie nicht angefasst werden möchten. Dazu gehören die Beine, die Pfoten und insbesondere der Bauch. Verletzungen an diesen Zonen waren für die Vorfahren der Hauskatze früher oft lebensbedrohlich. Daher schützen die meisten domestizierten Stubentiger heute noch instinktiv diese Regionen.

«Gerade der Bauch ist eine sehr sensible Zone, den Katzen nur vertrauenswürdigen Sozialpartnern präsentieren oder sich gar streicheln lassen und dies auch nicht immer»,

erklärt Rödder.

Von Tier zu Tier verschieden ist auch die gewünschte Intensität und Geschwindigkeit beim Streicheln. Deshalb sollte man sich auf jede Katze einstellen, ausprobieren, wie schnell und fest sie gestreichelt werden möchte und auch individuelle Tabuzonen respektieren.

(MAG99/PM)

Wie finden Sie diesen Beitrag?
Absolut top!
0
Gut
0
Mittelmäßig
0
Schlecht
0
Ziemlich Flop
0
Kommentieren (bisher 0 Kommentare)

Eine Antwort schreiben

MAG99 ist eine beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragene Wortmarke.

© 2019 Inclousiv Media GmbH, München.

Nach oben