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Skurril bis abartig? Andere Länder, andere Schönheitsideale
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Skurril bis abartig? Andere Länder, andere Schönheitsideale

  • Bei uns gelten sie als Beauty-Unfälle, doch das ist nicht überall so: Wo schiefe Zähne, Blumenkohlohren oder Monoaugenbrauen, die in der Mitte zusammengewachsen sind, derzeit besonders trendy sind, weiß Su Rahtjen.
Schönheitssymbol Monobraue (Foto: Shutterstock)

Schönheit liegt im Auge des Betrachters? Das stimmt nur zum Teil. Denn es liegt auch daran, in welcher Region die Frage zum Schönheitsideal gestellt wird. Denn während es bei uns um Themen wie «Diversity» oder «Realness» geht, wobei sich immer mehr Bloggerinnen und Models mit all ihren angeblichen Makeln zeigen und die Vielfältigkeit im Netz auf jegliche neue Art gefeiert wird, geht es in anderen Nationen um ganz andere Schönheitsideale. Und die gelten bei uns als so extrem, dass sie in die Kategorien skurril bis abartig gepackt werden.

Kaum zu glauben, dass der Beauty-Atlas der Schönheitsideale so unterschiedlich ist. Was bei uns also als schön gilt, löst woanders Kopfschütteln aus. In diesen drei Beispielen wohl aber umgekehrt:

 

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Blumenkohlohren

Wir behaupten mal, zum Anbeißen schön sieht anders aus. Blumenkohlohren, wie hier zu sehen, sind in Russland und in den USA ein Trend. Zumindest unter Kampfsportlern. Dort ist Ringen oder Wrestling ein Volkssport. Verletzungen gehören dabei an die Tagesordnung. Von der gebrochenen Nase bis zu kaputten Ohren – alles ist dabei. Dabei sind Blumenkohlohren, wie man die Art der kaputten Ohren nennt, am beliebtesten. Das geht sogar so weit, dass sich einige die Ohren künstlich verunstalten lassen. In Frisiersalons, die diesen Service anbieten: Einmal die Ohren, bitte.

 

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Warum aber ausgerechnet dieser Trend nicht nur bei jungem Gemüse, sondern auch bei gestandenen Männern (wie bei dem bekannten MMA-Kämpfer Connor McGregor) angesagt ist, ist uns ein Rätsel oder sagen wir, kaum nachvollziehbar. Dabei denken die, dass Frauen diesen Look besonders attraktiv finden. Schließlich sehen die Ohren doch nach Versehrtheit und Schweiß aus. Männlich eben. Wir finden, es sieht einfach nur danach aus, dass es gewaltig was auf die Ohren gab.

 

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Schiefe Zähne

Kleine Zahnlücken neben leichten Schiefstellungen im Gebiss sind schon lange keine Scham mehr. Im Gegenteil: Anders sein ist besonders, alles was aus dem Einheitsbrei heraussticht, ist willkommen. Gerade so, dass es als charmanter, kleiner Makel eingestuft werden kann. Was sich jedoch unter dem Hashtag #yaeba zeigt, ist alles andere als ein süßer, kleiner Fehler. Da stehen Eckzähne im 90°-Winkel ab und richtige Hauer blitzen zwischen roten Lippen hervor.

Das kann doch nicht als schön gelten? Doch, in Japan schon. Dort spiegelt der gehypte Crooked-Teeth-Look die Sehnsucht nach dem Kindsein wider. Nämlich genau die Zeit im Leben eines Heranwachsenden, wenn die bleibenden Zähne die Milchzähne verdrängen, Eckzähne stark hervorstechen und Schneidezähne dominant und viel zu groß scheinen. Ein unschuldiges, niedliches Alter. Durch Aufkleben von zusätzlichen Grusel-Beißern wird das fehlerfreie Gebiss optisch zerstört. Da wird dem üblichen Schönheitswahn wortwörtlich die Zähne gezeigt.

 

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Monobraue

Andere Länder, andere Looks. Schönheit ist eben vielseitig. So finden zum Beispiel Frauen in Tadschikistan ihre Augenbrauen besonders attraktiv, wenn sie extra betont werden. Statt zwei getrimmter Augenbrauen wird die Lücke zwischen den Augen mit einem schwarzen Balken aus Henna verbunden. Eine andere Methode ritzt mit ultrafeinen Strichen Farbe in die Haut. So entsteht quasi ein Brauen-Tattoo. Microblading steht momentan auch bei uns ganz oben auf der Treatment-Liste. Dazu helfen Wachstumsseren, die die feinen Haare in den Brauen verdichten und genau dort wachsen lassen, wo das Mittel aufgetragen wird. Aber warum heben die Frauen in Zentralasien, egal in welcher Altersklasse, so stark diesen Teil des Gesichtes hervor? Weil sie stolz sind auf ihr dickes Haar und ihre üppigen Augenbrauen. Es steht für Weiblichkeit und soll noch mehr Anziehungskraft auf Männer auslösen. Also, Augen auf beim Brauen-Trend.

(MAG99)

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