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Gar nicht kleinkariert!

Gar nicht kleinkariert!

  • Ja, wir reden hier von dem charakteristischen viereckigen Stoffmuster mit einer ellenlangen Historie – und doch sind die markanten Quarrés hipper als jemals zuvor. Von Bettina Bergmann
Karo-Mix deluxe während der London Fashion Week

Karos kommen eigentlich nie aus der Mode. Sie erfinden sich immer wieder neu und sind aus dem Fashion-Kosmos einfach nicht wegzudenken. Karomuster sind wandlungsfähig von Pepita über Glencheck bis zum Hahnentritt und passen vom Chillen auf dem Sofa bis zum Meeting im Office. Wie man das oft konservativ anmutende Design modern stylt? Lassen Sie sich überraschen…

Mit Stylingpartnern

 

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Ein Beitrag geteilt von Caroline Daur (@carodaur) am

Eigentlich ein total klassisches Kostüm im Glencheck-Muster, das die deutsche Influencerin Caro Daur auf der Fashion Week ausführt. Dazu noch eine biedere Jabot-Bluse – jetzt müsste man sich eigentlich entscheiden, ob’s zum Reitturnier oder in die Konferenz geht … Wenn dann allerdings der Blick nach unten wandert, dreht sich der Look um 180 Grad. Die fancy roten Strumpfhosen und die stilisierten Edel-Cowboystiefel twisten das Outfit ruck, zuck auf super modern. Dazu noch die schmale gelbe Brille – bravo Caro, setzen, 1 mit Sternchen!

Im Mustermix

 

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Ein Beitrag geteilt von Emili Sindlev (@emilisindlev) am

Karos lieben Gesellschaft. Sie sehen in Kombination mit Animalprint, Streifen, Blumen oder anderen Mustern jugendlich und frisch aus. Der Trick dabei ist, entweder in einer Farbwelt zu bleiben oder wenigstens einen gemeinsamen Nenner in puncto Ton zu haben, der sich in beiden Kleidungsstücken wiederfindet – so wie die dänische Mode-Bloggerin Emili Sindlev. Dominante Muster sollten einen schlichten Print als Gegenpart bekommen. Übrigens sollten Sie maximal drei Designs miteinander mixen, sonst wird der Look zu wild. Bei Schmuck und Accessoires gilt: Weniger ist mehr, wenn schon so viel passiert.

Karos + Karos

 

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Ein Beitrag geteilt von Eva Chen (@evachen212) am

Zwei verschiedene Karomuster zu kombinieren oder im Fashion-Talk „Check Layering“ ist schon eher ein Modetrend für Fortgeschrittene (siehe Aufmacherbild). Auch hier gilt – die Farben sollten harmonieren. Handelt es sich um Teile aus dem gleichen Karomuster, sehen verschiedene Größen des Designs im Mix besonders spannend aus, wie man an dem Outfit der US-amerikanischen Moderedakteurin Eva Chen sehen kann. Aber es spricht auch nichts dagegen, Tartan mit Glencheck, Pepita, Vichy oder Hahnentritt zusammenzustellen. Gerade diese Kombinationen sehen am edelsten in schwarz-weiß aus.

Coole Schnitte

 

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Ein Beitrag geteilt von Gala (@galagonzalez) am

Okay, Karos erinnern uns ein wenig an Schuluniformen und wahrscheinlich wurde jede von uns in der Kindheit mindestens einmal in einem Schottenröckchen schick gemacht. Mit dem richtigen Schnitt allerdings werden die schnell altmodisch wirkenden Quadrate schnell High-Fashion. Gerade auf unerwarteten Pieces macht das konservative Muster eine verdammt gute Figur, wie beispielsweise bei dem Einteiler mit Korsage der spanischen Influencerin Gala González. Es spricht absolut nichts gegen klassisch karierte Kleidungsstücke, wenn sie mit den richtigen Accessoires aufgemöbelt werden – aber ein raffinierter Schnitt ist selbst mit Basics gestylt ein Fashion-Highlight.

Als Total-Look

Mode-Ikone Tiffany Hsu im fashionable Karo-Total-Look
Mode-Ikone Tiffany Hsu im fashionable Karo-Total-Look. (Foto: Shutterstock)

Mehr geht nicht. Für Quarrées von Kopf bis Fuß muss man definitiv Fashionista aus tiefstem Herzen sein. Wenn Kombinationen von Kleid und Mantel oder Hosenanzüge mit Accessoires im selben Muster an den Start gehen, wie bei Mode-Ikone Tiffany Hsu, wird das Outfit zu einem Fashion-Statement par excellence. Bei solch auffälligen Signature-Looks sollten Styling-Kumpels, Schmuck, Frisur und Make-up punktuiert eingesetzt und auf ein Minimum reduziert werden, sonst gibt es fix eine Überdosis Unruhe für den Sehnerv.

(MAG99)

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